Plopsa möchte wahrscheinlich den Spreepark übernehmen

Veröffentlicht am 31. Januar 2013

Foto: Spreepark Plänterwald, Mammut vor dem ehemaligen Treptower Wahrzeichen, dem Riesenrad.

Hier gibt es mehr Informationen über den Spreepark

Seit 2001 ist der Spree­park Plänterwald wegen finanzielle Probleme leider geschlossen. Der vor Ort zustän­dige Wach­schutz bie­tet in Zusam­men­ar­beit mit Chris­to­pher Flade von www.berliner-spreepark.de jedoch weiterhin Füh­run­gen im Spreepark-Gelände an. Eine Füh­rung dau­erte ca. 2 Stun­den. Wenn man jedoch vor hatte, an solch einer Fürhung noch teilzunehmen, dann sollte man sich Beeilen, denn ab Juni kann es schon sein, dass der Spreepark durch Plopsa übernommen wird, was bedeutet, dass alles abgerissen wird, was bisher noch an die guten alten Zeiten des Spree­park Plänterwald erinnert.

Was der Spreepark alles schon mitgemacht hat und wie die aktuelle Lage aussieht, dass haben wir für euch kurz zusammengefasst.

VEB Kul­tur­park Ber­lin (1969 – 1991)

Foto: Spreepark Plänterwald, Das Drachenmaul der damaligen Familienachterbahn "Spreeblitz"

Der Rum­mel­platz im Plän­ter­wald wurde am 04. Okto­ber 1969 als „VEB Kul­tur­park“ eröff­net. Er war der ein­zige stän­dige Rum­mel­platz in der DDR. Das Ange­bot zu DDR-Zeiten umfasste neben zahl­rei­chen Fahr­ge­schäf­ten auch Kon­zerte, Tanz­ver­an­stal­tun­gen und Kin­der­un­ter­hal­tung. Mit der Wie­der­ver­ei­ni­gung fällt der Kul­tur­park in die Zustän­dig­keit des Ber­li­ner Kul­tur­se­nats, wel­cher den Rum­mel­platz als moder­nen Frei­zeit­park erhal­ten möchte und im Rah­men einer öffent­li­chen Aus­schrei­bung eine pri­vate Betrei­ber­ge­sell­schaft sucht. Von sie­ben Bewer­bern erhält die „Spree­park GmbH“, ver­tre­ten von Frau Pia Witte, den Zuschlag.

Spree­park Plän­ter­wald (1992 – 2001)

Foto: Spreepark Plänterwald, Ehemalige Wildwasserbahn

1992 eröff­nete der Spree­park im Plän­ter­wald. Allein bis 1997 wur­den 40 Mil­lio­nen DM in die Umge­stal­tung des Parks inves­tiert. Als neue Attrak­tio­nen wur­den zuerst das Kaffeetassen-Karussell und das Zir­kus­zelt auf­ge­baut. Bald folg­ten die Schiffs­schau­kel „Pirat“, die Fami­li­e­n­ach­ter­bahn „Spree-Blitz“, die Loo­ping­bahn „Mega-Looping“ und die Wild­was­ser­bahn „Grand Can­yon“. Aus dem gro­ßen Beton­platz rund ums Rie­sen­rad ent­stand ein gro­ßer See mit Kanal­fahrt und Amphi­thea­ter. Erst nach die­sen Umbau­ten ent­schied die Senats­ver­wal­tung für Stadt­ent­wick­lung und Umwelt, dass der Plän­ter­wald unter Land­schafts­schutz gestellt wer­den solle. Somit ent­fie­len dem Spree­park über Nacht circa 8,5 von vor­mals 28,5 ha wirt­schaft­lich wich­tige Nutz­flä­che und sämt­li­che Besu­cher­park­plätze. Nach­dem jähr­lich die Besu­cher­zah­len zurück­gin­gen, gab die Spree­park GmbH 2001 auf und kün­digte den Erb­pacht­ver­trag und alle damit ver­bun­de­nen Ver­pflich­tun­gen. Sie sahen den Ver­such, den ehe­ma­li­gen VEB Kul­tur­park in einen Frei­zeit­park moder­ner Prä­gung umzu­ge­stal­ten, als end­gül­tig geschei­tert an. In ihrer Begrün­dung schrie­ben sie, es sei nie vor­ge­se­hen gewe­sen, den Plän­ter­wald zum Land­schafts­schutz­ge­biet umzu­wan­deln. Der Lie­gen­schafts­fonds wies die Vor­würfe aus dem Kün­di­gungs­schrei­ben zurück und akzep­tierte die Ver­trags­kün­di­gung von Sei­ten der Spree­park GmbH nicht, wor­auf­hin diese Insol­venz anmel­dete und das Betriebs­grund­stück räumte. Fami­lie Witte, die Betrei­ber des Spree­parks, beschloss mit sechs Fahr­ge­schäf­ten nach Peru zu reisen.

Rum­mel UM den Plänterwald

Foto: Spreepark Plänterwald, Die Schwanenboote der früheren Kanalfahrt stehen derzeit auf dem Trockenen.

Dar­auf­hin machte Vater Nor­bert Witte Schlag­zei­len mit der Spreepark-Pleite, der angeb­li­chen Nacht-und-Nebel-Flucht nach Peru, einem geschei­ter­ten Neu­an­fang in Lima und einem Dro­gen­deal mit 181 Kilo Kokain, ver­steckt in einem sei­ner Fahr­ge­schäfte. Wäh­rend­des­sen bemüh­ten sich ver­schie­denste Unter­neh­men um die Über­nahme des ehe­ma­li­gen Frei­zeit­parks. Jedoch wur­den sie mit den­sel­ben Pro­ble­men kon­fron­tiert wie die eins­ti­gen Spreepark-Betreiber. Nach jah­re­lan­gen Ver­hand­lun­gen mit Ber­lin und dem Lie­gen­schafts­fonds zogen alle Bewer­ber ihre Ange­bote zurück. Noch heute, rund 10 Jahre nach der Schlie­ßung ist der Spree­park ver­waist. Die Natur erobert sich das Areal zurück. Es stellt sich die alles ent­schei­dende Frage nach der Zukunft: „Was wird aus dem Spree­park?“ Es sollte sich schnellst­mög­lich eine Lösung fin­den, damit aus dem „Rum­mel“ UM den Plän­ter­wald end­lich wie­der ein Rum­mel IM Plän­ter­wald wird.

Plopsa möchte wahrscheinlich den Spreepark übernehmen

Die Berliner Tagespresse berichtet in den vergangenen Tagen von einem neuen potentiellen Investor für die verlassenen Berliner Freizeitpark! Die belgische Plopsa-Gruppe (drei Freizeitparks in Belgien, einen in Holland und seit der Saison 2011 den Holiday-Park im pfälzischen Haßloch) steht laut Angaben der Berliner Zeitung vom 18.12.2012 im Kontakt mit dem zuständigen Bauamt. Die Plopsa-Gruppe selbst habe laut der Berliner Zeitung bisher aber noch keine Stellungnahme zu diesem Thema gegeben.

1 Kommentar

Moppi

Wenn Plopsa den Spreepark übernehmen würde, wär das doch richtig cool.
Ich hab mir schon immer wieder einen Freizeitpark in Berlin gewünscht!!!

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