Geschichte der Achterbahn

Die Idee der Achterbahn stammt ursprünglich aus Russland. Die Vorläufer der heutigen bekannten Achterbahn, kann man aber eigentlich noch nicht als Achterbahn bezeichnen, da sie eher an eisige Rutschbahnen erinnern. Die Geschichte beginnt schon im 16 Jahrhundert in Russland. Dort wurden auf Märkten im winterlichen Russland 20 Meter hohe Holzgerüste aufgebaut und mit Wasser übergossen.

Die durch die Kälte entstehenden Eisschichten dienten als Rutschbahn. Ob mit Schlitten, Schlittschuhen oder auf Fellen, eine hohe Geschwindigkeit war mit fast jedem Stoff auf der glatten Oberfläche zu erreichen. Die künstlichen Bergbahnen wurden „Montagnes Russes“ was so viel heißt wie „Russische Berge“ genannt. Sie waren so beliebt, dass sie auch bald als sommertaugliche Version mit Rollen gebaut wurden. Die erste offizielle Achterbahn in Westeuropa wurde 1817 in Frankreich eröffnet

Sie hieß „Promenades Aériennes“ und stand im Parque Bouillon. Da es auf dem wellenförmigen Abfahrten, die zum Teil 30 Meter hoch waren, zu schweren Unfällen kam, wurde die Bahn jedoch wieder geschlossen. Auch die erste Loopingbahn die ein Franzose Entwickelte, wurde bald nach der Eröffnung verboten, da die Verletzungsgefahr der Fahrgäste zu groß war. Ende des 19 Jahrhunderts erlebte Amerika ein Aufschwung in Sachen Achterbahn. Da es ohne Schienen noch oft zu Unfällen kam, wurden zusätzlich an den Seiten Rädern angebracht um die Sicherheit zu erhöhen.

1898 wurde eine Berg-und Tal Bahn auf Coney Islands in New York eröffnet. Die Vorläufer der heutigen Achterbahn waren abenteuerliche Holzkonstruktionen mit wellenförmigem Gleisverlauf. Mit den Stahlkonstruktionen begann Anfang des 20. Jahrhundert in Amerika das sozusagen „goldene Zeitalter der Achterbahn“. Wie der Name „Achterbahn“ es schon verrät, beruht der Name auf einer Konstruktion der Strecke in Form einer Acht. In der heutigen Zeit erwarten die Passagiere in den Vergnügungsparks den totalen Nervenkitzel, wie Loopings, Freie Fälle, Überkopffahrten und Schrauben mit Neigungswinkeln von 120 Grad sowie Geschwindigkeiten von über 100 Kilometern pro Stunden in den vermeintlichen Abgrund.

Die modernen Achterbahnen setzen auf Höhe, Geschwindikeit und ausgefallene Fahrformationen. An der höchsten Stelle stoppt der Zug, um dann vornüber zu kippen. Wären die Passagiere nicht angeschnallt, würde die Fliehkraft sie aus den Wageninnern schleudern. In der heutigen zeit planen Konstrukteure jedes einzelen Detail, die Technik, Kurven, Loopings und Stürtze aus höchsten Höhen. Doch grenzen muss es natürlich auch geben. Die Hochgeschwindigkeitsachterbahnen unterliegen den strengen Bestimmungen des TÜV. Ohne genaue Kontrolle bei der Planung und später im Betrieb der Bahn, wird keine Fahrgenehmigung erteilt.

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