Gestreifte Samtpfötchen im Serengeti-Park

Veröffentlicht am 21. März 2012

Der erste Nachwuchs bei den vor drei Jahren geretteten Bengaltigern

Foto: Serengeti Park, Tiger

Hier gibt es all­ge­meine Infor­ma­tio­nen über den Serengeti-Park Hoden­ha­gen

Hodenhagen, 21. März 2012. Bereits im Jahre 2009 rettete der Serengeti-Park fünf junge Tigerweibchen und drei Männchen aus einem Zirkus im portugiesischen Coimbra. Der insolvente Zirkusbetreiber suchte damals verzweifelt ein neues Zuhause für die Tiere, denn er konnte die Ernährung der Tiere nicht mehr gewährleisten. Die Tiere lebten zum damaligen Zeitpunkt seit mehreren Wochen ohne Futter und befanden sich in einem extrem abgemagerten Zustand.

Foto: Serengeti Park, kleiner Tiger

„Für den Serengeti-Park stellen die geretteten Raubkatzen die nächste Tigergeneration dar. Die jungen Katzen werden unseren Park bereichern und wir hoffen auf baldigen Nachwuchs“ freute sich damals Geschäftsführer Fabrizio Sepe. Heute zeigen sich die Raubkatzen gesund und wohlgenährt im großzügigen Freigehege.

Und nun ist es endlich soweit: In der Nacht des 14. Februar 2012 wurden drei Tigerbabies geboren. Am Morgen entdeckte ein Tierpfleger die Mutter, die in ihrem Maul die Jungen in eine geschützte Ecke ihres Stalles brachte. Tigerin Sam, 8 Jahre, aus der im Jahre 2009 geretteten Gruppe, umsorgt fürsorglich die putzmunteren Fellknäule. Und mit den ersten Sonnenstrahlen des Frühlings wird Sie mit ihren Jungen erste Erkundungen im Serengeti-Park unternehmen. Ab dem Sommer können unsere Gäste sich auf spannende Beobachtungen unseres niedlichen Trios freuen.

Foto: Serengeti Park, Tiger

Der Vater des Nachwuchses, mit Namen Suras, ist 10 Jahre alt.
Die drei Kleinen sind wohlauf und werden am heutigen Tag das erste Mal untersucht. Dabei wird Dr. Christiana Hensel die Geschlechter bestimmen, sie einer ausführlichen Untersuchung unterziehen, das Gewicht ermitteln und die erste Entwurmung vornehmen.

Hintergrundinformation Bengaltiger:

Der Tiger ist die gestreifte Großkatze Asiens. Ursprünglich bewohnte er in elf Unterarten Vorder- und Hinterindien bis nach Korea, die Mandschurei und Mongolei sowie Sibirien, ferner Transkaspien bis Persien, außerdem die Sudaninseln Sumatra, Java und Bali. Der Persische Tiger, der Kaspi- und der Balitiger sind heute ausgerottet. Alle übrigen Tigerrassen sind stark gefährdet. Glücklicherweise ist es in mehreren Zoologischen Gärten gelungen, Zuchtgruppen des Bengaltigers aufzubauen und diese herrliche Großkatze mit Erfolg zu vermehren. Tiger sind, wie auch alle übrigen Großkatzen, ausgesprochene Einzelgänger, die sich nur in der Paarungszeit zusammenfinden.
Nach einer Tragzeit von 100 bis 110 Tagen werden zwei bis drei Jungtiere geboren, die 800 bis 1500 Gramm wiegen.

Quelle: Serengeti-Park

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