Brunftzeit im Wildparadies Tripsdrill

Veröffentlicht am 10. September 2013

Brunftrufe und Geweihkämpfe im Wildparadies Tripsdrill

Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler – der Herbst hält Einzug im ganzen Land. Und mit ihm beginnt im Wildparadies Tripsdrill ein immer wiederkehrendes, spannendes Ritual, das von naturbegeisterten Besuchern mitverfolgt werden kann: die Hirschbrunft.

Tripsdrill, Brunft

Foto: Tripsdrill, Brunftzeit

Hier gibt es all­ge­meine Infor­ma­tio­nen über den Erleb­nis­park Tripsdrill

Brunftverhalten

Rothirsche leben in der Natur friedlich in Rudeln zusammen und gehen in der Regel einer Rangelei aus dem Weg. Doch wenn der Testosteronspiegel ansteigt und die Hirsche anfangen um die Gunst der Weibchen zu buhlen, werden aus einstigen Kameraden erbitterte Rivalen. Dann trennen sich die älteren Hirsche von ihrem Rudel, um sich ein Kahlwildrudel, bestehend aus mehreren Mutterfamilien, zu suchen. Dabei halten sie auch Ausschau nach einem geeigneten Brunftterritorium. Inzwischen sind auch die imposanten Geweihe der männlichen Tiere voll ausgewachsen und dienen zur Markierung des Brunftplatzes und Einschüchterung der Konkurrenz. Charakteristisch für die Paarungszeit von Rot- und Damwild sind die sogenannten Brunftrufe. Das Röhren der Hirsche ist dabei bis weit in die Wälder hinein zu hören und ertönt als Paarungsruf, zum Zusammenhalten des weiblichen Rudels oder beim Anblick eines Rivalen. Verlässt ein Mitstreiter das Territorium nicht, dient der sogenannte Imponiermarsch zur Demonstration der gegenseitigen Stärke. Auf das Rufduell, bei dem die Hirsche langsam aufeinander zuschreiten, folgt das stolze Seite an Seite Einherschreiten. Bewirkt dieses Imponiergehabe nicht den Rückzug des Konkurrenten, kommt es zum spektakulären Brunftkampf, bei dem die Geweihe der Rivalen lautstark ineinander krachen und sich verhaken. Auf dem Kampfplatz wird solange geschoben und gestemmt, bis der Unterlegene die Flucht ergreift. Der siegreiche „Platzhirsch“ kann sich nun wieder um seinen Harem kümmern und treibt ihn mit kurzen Sprengrufen für die Paarung zusammen. Während der Brunftzeit verlieren Platzhirsche bis zu einem Drittel ihres Körpergewichts, da sie die gesamte Kraft in die Verteidigung des Rudels stecken.

Tripsdrill, Brunft

Foto: Tripsdrill, Brunftzeit

Tierische Vielfalt im Wildparadies

Das Wildparadies gehört zum Erlebnispark Tripsdrill und bietet 40 verschiedenen, in Europa heimischen Tierarten ein Zuhause. In einem großen Freigehege im Rotwildtal trifft man Rotwild und Wildrinder an, die sich auch gerne mal von den Besuchern füttern lassen. Wolf, Luchs & Co. können bei einer spannenden Fütterungsrunde bestaunt werden, während man den Greifvögeln in der imposanten Flugvorführung auf der Falknertribüne ganz nah kommt. Neben umfassenden Wissen über die heimische Tierwelt bietet das Wildparadies auch reichlich Spaß für die kleineren unter den Besuchern: Abenteuerspielplatz sowie Wald- und Erlebnispfad lassen keine Wünsche offen. Und wer die Natur mit allen Sinnen genießen will, dreht eine Runde auf dem Barfuß-Pfad. Das Wildparadies Tripsdrill hat bis einschließlich 03. November 2013 täglich ab 09.00 geöffnet. Jeden Tag, außer freitags, findet um 14.30 Uhr die Fütterungsrunde sowie um 11.30 Uhr und 15.30 Uhr die Flugvorführung statt. Während dem Winter können die tierischen Bewohner an allen Wochenenden, Feier- und Ferientagen besucht werden.

Quelle: Tripsdrill

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